Mittwoch, 23. März 2011

MotoGP - Stoner fährt in Katar zum Sieg


Keiner konnte Stoner stoppen


Casey Stoner erlebte im Rennen von Katar ein wenig Gegenwehr, bevor er schließlich sicher gewann. Jorge Lorenzo nahm Dani Pedrosa noch Rang zwei ab.Schon vor dem Start des MotoGP-Rennens in Katar war klar, wenn jemand Casey Stoner schlagen könnte, dann wäre es höchstens Dani Pedrosa. Und der Spanier bot dem Australier am Sonntag auch einige Zeit einen harten Kampf, wobei er jene Aggressivität zeigte, die ihm oft gerne abgesprochen wird. Man merkte, dass Stoner einiges zu grübeln hatte, doch in Runde zwölf fiel die Entscheidung, als der Australier mit voller Entschlossenheit an dem Spanier vorbeiging und sich danach rasch Meter um Meter absetzte.


Pedrosa wird noch abgefangen


Pedrosa blieb danach nicht einmal mehr Platz zwei. Nachdem Stoner an ihm vorbei war, schien der Spanier irgendwie seinen Punch zu verlieren und plötzlich schloss Jorge Lorenzo noch zu ihm auf, der davor die Pace der Spitze nicht hatte mithalten können. Angesichts der gezeigten Stärke von Honda wollte sich der regierende Weltmeister diese Chance nicht entgehen lassen und schnappte sich Pedrosa noch. Wehrlos ergab sich der Honda-Pilot allerdings nicht und konnte vor allem die Kraft des Motors öfter zu seinem Vorteil nutzen. Am Ende hatte Lorenzo aber anscheinend mehr in der Hinterhand, da er sich absetzen konnte und im Ziel Platz zwei wie einen Sieg feierte.
Zu Beginn hatte Lorenzo sogar versucht, die gesamte Honda-Werksfront zu ärgern, als er sich kurz nach dem Start an die Spitze setzte und dort wie Valentino Rossi in Laguna Seca 2008 den Prellbock spielen wollte. Dieser Versuch wurde aber bald vereitelt und er hing zwischen vier Werkshondas fest, wobei er Marco Simoncelli und Andrea Dovizioso bald stehen lassen konnte, bevor er in der zweiten Rennhälfte auf Pedrosa aufschloss.



Moto2 - Bradl gewinnt in Katar souverän


Stefan Bradl fuhr in Katar einen ungefährdeten Sieg heraus. Thomas Lüthi konnte hinter Andrea Iannone auf das Podium fahren. Stefan Bradl hat in Katar den idealen Start in die Moto2-Saison erwischt. Der Deutsche gewann das Auftaktrennen auf dem Losail International Circuit von der Pole Position aus souverän, nachdem er jeden Meter in Führung gelegen war. Von der ersten Runde an baute er seinen Vorsprung Meter um Meter aus und lag nach einem recht entspannten Finish 4,330 Sekunden vor dem Rest des Feldes. Die weiteren zwei Podestplätze erstritten sich Andrea Iannone und Thomas Lüthi, die einige andere Anwärter darauf abwehren mussten.
Denn neben Iannone und Lüthi waren auch noch Yuki Takahashi und Alex de Angelis um das Podest mitgefahren, wobei De Angelis von relativ weit hinten kam, bevor er sich Anfang der zweiten Rennhälfte der Gruppe anschließen konnte. Deswegen musste sich der San Marinese lange zurückhalten, um seine Reifen nicht noch weiter zu zerschleißen. Iannone hatte sich von Startplatz 16 innerhalb von zwei Runden nach vorne gearbeitet und konnte daher bis zum Ende Druck machen, was ihm relativ komfortabel Platz zwei brachte.



125cc - Exklusiv - Sandro Cortese


Cortese mit klugem Rennen


Sandro Cortese war nach seinem zweiten Platz zum Saisonauftakt in Katar sehr zufrieden, besonders weil er wusste, dass er am Ende noch Reserven hat.
Sandro, der zweite Platz ist ein super Ergebnis. Wie war das Rennen denn aus deiner Sicht?
Ich bin überglücklich mit dem zweiten Platz. Jeder hat natürlich viel erwartet und so war der Druck auch hoch, besonders nach dem Teamwechsel zu einer Mannschaft, die im letzten Jahr nicht so im Rampenlicht stand, aber ich war von Anfang an guter Dinge. Heute war dann auch mein Start mal richtig gut, was ja letztes Jahr immer mein Problem war. Ich hab dann auch nach wenigen Runden gesehen, dass der Nico heute einen Gang mehr gehabt hat und ich hab mich dann mit Platz 2 begnügen müssen, aber ich habe auch bemerkt, dass die Fahrer hinter mir nicht einen so hohen Rhythmus hatten wie ich. So konnte ich dann auch versuchen die Reifen zu schonen, weil sie nicht so gut waren wie ich es erst gedacht hatte, um dann in den letzten drei, vier Runden alles zu geben. Meine schnellste Runde habe ich dann in der letzten Rennrunde gefahren.


Mittwoch, 2. März 2011

Rossi schlägt Alarm: "Wir können nicht zufrieden sein"

Der große Rückstand auf Honda und Yamaha bereitet Valentino Rossi Sorgen - Ducati verfehlt seine Ziele beim Test in Sepang


Dienstag, 22. Februar 2011

Wichtige Erkenntnisse für MZ in Estoril

Trotz schwieriger Wetterbedingungen konnte das MZ-Team um Max Neukirchner, Arne Tode und Anthony West in Estoril einige Erkenntnisse sammeln

Schlechtes Wetter mit viel Regen, Wind und einer erst am Ende abtrocknenden Strecke machten die dreitägigen Moto2-Testfahrten in Estoril für die 28 teilnehmenden Fahrer wenig aufschlussreich. Auch für das MZ-Team dienten die Probefahrten in Portugal mehr dazu, Abläufe innerhalb des neuen Teams zu optimieren und Daten für die Grundabstimmung zu sammeln, als auf Zeitenjagd zu gehen. Trotzdem zogen die Grand-Prix-Piloten Max Neukirchner, Anthony West und Arne Tode, der 2011 in der spanischen Meisterschaft antreten und außerdem als Testfahrer für MZ arbeiten wird, eine positive Bilanz.
"Drei Tage Regenwetter hier in Estoril haben die Arbeit für alle schwierig gemacht", sagt Neukirchner. "Wir hatten auch drei Stürze - ich bin zweimal, Anthony einmal ausgerutscht, doch glücklicherweise ist dabei nichts passiert. Das Beste für mich ist, dass ich die Strecke kennen gelernt habe, denn ich bin vorher noch nie in Estoril gefahren. Ich habe wegen des Wetters aber insgesamt nicht sehr viele Runden gedreht."
"Auch am Donnerstag waren fast den ganzen Tag über nasse Flecken auf der Strecke. Erst in der letzten Stunde war es richtig trocken, was uns die Möglichkeit gab, einiges zu testen. Auf Zeitenjagd sind wir aber nicht gegangen. Wir haben aber viel rausgefiltert, was wir für den nächsten Test in Jerez ändern müssen", gibt der deutsche Moto2-Neuling rückblickend zu Protokoll.
Teamkollege West teilt die Meinung Neukirchners und ergänzt: "Wegen des schlechten Wetters waren die Tests hier nicht besonders angenehm - es war einfach zu kalt! Vor allem am Mittwoch im Nassen war es sehr kalt und windig, was das Fahren gefährlich machte. Ich habe trotzdem fleißig Runden gedreht - einfach um zu fahren, um mich an das neue Team und die Mechaniker zu gewöhnen und mitzuhelfen, das System zum Laufen zu bringen."
"Am Donnerstag war die Strecke halb nass, halb trocken, was es abermals schwierig machte", findet MZ-Rennfahrer West und merkt an: "Zumindest haben wir einiges gefunden, was wir verbessern können. Beim nächsten Test in Jerez sollten wir alles haben, was wir brauchen. Hoffentlich finden wir dort eine gute Basis, denn momentan sind wir etwas zu langsam", gesteht der Australier.
"Für mich war der Test hier recht aufschlussreich", sagt Tode. "In den wenigen Runden, in denen ich gefahren bin, haben wir viele Daten aufnehmen können. Ich habe das Gefühl, dass ich immer besser in meine Rolle als Sprachrohr für MZ hineinwachse und mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, die Entwicklung weiter zu beschleunigen. Im Nassen waren wir relativ schnell und auch im Trockenen lief es nicht schlecht. Das Wichtigste ist, dass wir nun Daten haben, mit denen wir arbeiten können."

Pedrosa warnt: "Rossi ist Rossi"

Dani Pedrosa sieht sich und sein Honda-Team in einer guten Ausgangslage - Yamaha-Stars auf der Rechnung, Fragezeichen bei Valentino Rossi

Montag, 14. Februar 2011

MZ: Stimmung gut, Motorrad noch verbesserungsfähig

MZ tankt Zuversicht beim Valencia-Test - Neukirchner und West mit Funktionstests auf der Übergangsvariante des Moto2-Bikes aus Sachsen

Im Team von MZ zeigt man sich nach Abschluss der Moto2-Tests im spanischen Valencia für den Anfang zufrieden, wenngleich aufgrund der späten Fertigstellung der Maschine noch nicht allzu viele Runden gedreht werden konnten. Eine erste, ernsthafte Standortbestimmung wird für die kommenden Testfahrten in Estoril erwartet.Für die Crew, die in dieser Zusammensetzung in Valenica erstmals zusammengearbeitet hat, war es in erster Linie ein Funktionstest. Dabei kamen einige neue Bauteile am letztjährigen Fahrwerk zum Einsatz. Auf Rundenzeiten konzentrierten sich weder Neuzugang Max Neukirchner noch Teamkollege Anthony West. Die zwei Sekunden Rückstand Neukirchners auf den Testschnellsten, den amtierenden 125er-Weltmeister und Moto2-Neuling Marc Marquez, wollte man demzufolge nicht überbewerten.

Sowohl Neukirchner als auch West zeigten sich allerdings zuversichtlich, in Valencia den richtigen Weg für die bevorstehende Saison eingeschlagen zu haben. "Wir sind sehr gut organisiert und ich setze volles Vertrauen in meine Mechaniker, doch wir brauchen noch Zeit - das Team ist brandneu und arbeitet erstmals in dieser Konstellation an der Rennstrecke zusammen", so der Kommentar von Neukirchner zur aktuellen Situation im sächsischen Team. "Auch das Motorrad ist noch nicht ganz dort, wo wir es bis zu den ersten Rennen haben möchten, und deshalb war es hier in Valencia ein schwieriger Saisonstart für uns."

Als ausdrücklich positiven Aspekt nennt der Deutsche die von Beginn an gute Stimmung im Team. "Das ist schon einmal eine Grundvoraussetzung für den Erfolg. Wir wissen, worum es geht und wie hart diese Klasse ist, und wir werden alles tun, um uns nach vorn zu kämpfen!", so der Moto2-Neuling.

Teamkollege West büßte in Valencia eine halbe Sekunde auf seinen neuen Mitstreiter bei MZ ein, zeigte sich aber ebenso wie Neukirchner von der Professionalität der Mannschaft angetan. "Die Organisation hat Hand und Fuß, alles ist gründlich vorbereitet, und mir gefallen die Leute im Team ebenso wie die gesamte Struktur und die Ausrüstung."

Dass die Maschine erst spät fertiggestellt werden konnte, hat die Situation definitiv nicht einfacher gemacht. West verbucht die Tage in Valencia dennoch als Erfolg. "Wir haben viele der üblichen Probleme eines neuen Motorrads aussortieren können", so der Australier. Dies betrifft vor allem Kleinigkeiten wie den Grip am Sitzbankpolster, der laut West korrigiert werden musste. Alles in allem war es für MZ in Valencia noch nicht mehr als ein reiner Basischeck der ersten Version des neuen Moto2-Bikes.

So gibt der neue Technikchef des Teams, Marco Nicotari, mit Blick auf die zurückliegenden Tage zu bedenken: "Dieser Test war nur eine erste Probefahrt, denn der Prototyp hier ist noch nicht die Rennversion unserer Maschine. Es ist ein Hybrid, mit dem wir ausprobiert haben, ob einige der Verbesserungen tatsächlich funktionieren würden." Für die kommenden Tests im portugiesischen Estoril erwartet man dann eine komplett neue Radaufhängung aus dem MZ-Werk. Zudem soll anders als in Valencia ein zweites Motorrad auf die Strecke geschickt werden.

Rossi: "Dieses Bike muss man wie eine 500er fahren"

Valentino Rossi entwickelt ein immer besseres Gefühl für seine Ducati - Der Italiener prophezeit, dass das Feld 2011 näher zusammenrück

Sonntag, 6. Februar 2011

Rossi: "Brauche Zeit bis Mai"

Bisher ist Valentino Rossi in Sepang nicht auf konkurrenzfähige Zeiten gekommen - Aufgrund der schwachen Schulter hat der Ducati-Pilot viele Probleme


An den ersten beiden Testtagen in Sepang glänzte keine Ducati mit schnellen Rundenzeiten. Bei Testfahrten ist es wichtig, dass der Pilot am absoluten Limit fährt, damit man brauchbare Resultate bei Neuentwicklungen bekommt und die Daten miteinander vergleichen kann. Da Rossi körperlich nicht fit ist, liegt viel Verantwortung bei seinem Teamkollegen Nicky Hayden. Der Weltmeister von 2006 konnte bisher jedoch auch nicht in die Honda- und Yamaha-Phalanx an der Spitze vordringen.
Obwohl sich Rossi vom ersten auf den zweiten Tag steigern konnte, ist seine Schulter immer noch ein großes Problem, auch wenn sich die Situation ständig verbessert. "Unter der ständigen Belastung wird die Schulter nicht schlechter. Wenn ich unter 2:03 Minuten fahre, dann ist alles in Ordnung", so der Italiener. "Wenn ich aber versuche eine weitere Sekunde zu finden, dann verliere ich Kraft und die Schmerzen werden größer."
Rossis bisher beste Rundenzeit ist eine 2:02.597 Minuten. Damit fehlten ihm 1,8 Sekunden auf die bisher schnellste Zeit, die Honda-Pilot Dani Pedrosa herausgefahren hat. "Ohne Zweifel brauche ich mehr Zeit. Die Situation bessert sich ständig, aber ich werde bis Mai warten müssen. Erst dann können wir vernünftig mit dem Motorrad arbeiten. Alles was wir jetzt tun, könnten wir in den Mülleimer kippen, wenn wir konkurrenzfähigere Zeiten fahren."
Trotzdem konnte der Superstar bereits einige Schwachstellen der GP11 identifizieren. "Wir müssen das Verhalten in Kurven verbessern, denn ich kann das Motorrad nicht so lenken wie ich will. Außerdem haben wir Reifen getestet. Die Ducati ist sehr stark davon abhängig. Ihr Verhalten ändert sich stark von der weichen zur harten Mischung."
Daneben experimentierten die Ducati-Techniker mit der Aerodynamik. Bereits im vergangenen Jahr kamen an der Seitenverkleidung kleine Flügel zum Einsatz. Diese sollen helfen, dass Wheelies beim Beschleunigen vermieden werden. Auf den langen Sepang-Geraden fuhr Rossi mit und ohne dieser Flügel.
"Wir haben die Verkleidungen miteinander verglichen und sind mal mit und mal ohne Flügel gefahren. Meine Tendenz neigt aber zu letzterer Version", so Rossi. Einen Tag hat der 31-Jährige noch Zeit, um weitere Informationen zu sammeln. Die nächsten Testfahrten finden vom 22. bis 24. Februar ebenfalls in Sepang statt. "Die Resultate waren nicht schlecht, aber wir konnten die Vibrationen an der Front noch nicht beheben. Wenn das Motorrad anfängt zu vibrieren, dann ist es sehr schwierig zu handhaben."