Sonntag, 6. Februar 2011

Schock für den Motorsport! Formel-1-Pilot Robert Kubica (27) ist als „Gaststarter“ bei einer Rallye in Italien schwer verletzt worden.


Nach sechs Kilometern in der ersten Wertungsrunde knallte Kubica mit seinem Skoda Fabia bei der „Ronde di Andora" gegen eine Kirchenmauer. Die Feuerwehr musste den Piloten aus seinem Wagen schneiden.Der Pole wurde sofort mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Santa Corona in Petra Ligure geflogen.
Erste Diagnose: Seine linke Hand ist zertrümmert. Dem Piloten droht sogar eine Amputation. „Alles, was wir wissen, ist, dass Robert nicht in Lebensgefahr schwebt”, sagte Kubicas Berater Stephane Samson „Er hat allerdings sehr schwere Verletzungen an der linken Hand und am linken Bein, über deren genaue Art wir noch nichts wissen.”

Mama Rossi: "Valentinos ganze Liebe gilt den Motorrädern"

Die Familie von Valentino Rossi hält sich für gewöhnlich im Hintergrund, obwohl sie einige Rennen im Jahr besucht. Seine Mutter ist schon früh mit dem Motorradsport in Kontakt gekommen, denn ihr Ex-Mann Graziano Rossi ist selbst Rennen gefahren und kennt die Höhen und Tiefen des Sports. Auch privat ist Stefania Palma eine begeisterte Motorradfahrerin und unternimmt auch Touren durch ganz Europa.
Palma kennt Sohn Valentino am Besten, doch es hat lange gedauert, bis sie verstanden hatte, dass er professioneller Motorradfahrer werden wird. "Als er 2001 500er-Weltmeister wurde. Er war damals noch sehr jung", wird Palma von 'Motorsport-Aktuell' zitiert. "Mich hat bis dahin nur eine Sache interessiert: dass mein Sohn Sport treibt, eine Sportart, die ihm Spaß macht.
"Gut, es wurde Motorsport. Er war schnell und talentiert. Auch in Ordnung. Aber dass er sein ganzes Leben dem Motorradfahren widmen wird, das wurde mir erst an diesem Oktobertag in Australien bewusst. Ich war bei diesem Rennen auch vor Ort. Es war eine sehr gute Gelegenheit zu erkennen, welch super Fahrer mein Sohn ist und dass dies seine Bestimmung ist."
Es hielten sich lange die Spekulationen, ob Rossi nicht zu Ferrari in die Formel 1 wechseln könnte. Mittlerweile hat sich das Thema sowieso erledigt, doch seine Mutter wusste immer bescheid. "Wenn Sie wissen wollen, ob er in den Autosport wechseln wird, bin ich mir zu 100 Prozent sicher, dass er weiter Motorrad fahren und seine Karriere auf dem Motorrad beenden wird. Seine ganze Liebe gilt den Motorrädern. Ich denke, sein Herz lässt ihm gar keine andere Wahl. Und mit Ducati hat er gerade eine neue Herausforderung."
2010 erlebte Rossi eine schwierige Saison. Eine Schulterverletzung plagte ihn das ganze Jahr und in Mugello kam schließlich noch der Beinbruch dazu. Hat sich durch die Verletzungen die Einstellung der Mutter zum Rennsport geändert? "Nein. Die hat sich nicht geändert. Denn ich weiß, dass der Sport heute viel sicherer ist als zum Beispiel 1982, als Graziano in Imola gestürzt ist."
"Heute sind die Kombis und die Helme viel fortschrittlicher. Auch haben die Ärzte heute die gleichen Mittel zur Verfügung wie in einer Klinik. Als Graziano 1982 in Imola gestürzt war, hatte er es ausschließlich Dr. Costa zu verdanken, dass er überlebt hat und auch heute noch unter uns ist. Dafür sind wir Dr. Costa auch ewig zu Dank verpflichtet."
Palma kannte also die Gefahren von ihrem damaligen Ehemann. Trotzdem ließ sie ihren erstgeborenen Sohn auch auf Motorräder steigen. Hatte sie keine Angst? "Dies ist in unserer Familie eine viel komplexere Geschichte. Schon mein Vater war völlig verrückt nach Motorrädern."
"Bei uns standen immer zwei, drei im Hof. Als ich Rossi kennen lernte, war es auch bei ihm nicht anders als bei uns zu Hause. So war es für mich völlig verständlich, dass Motorräder herumstanden. Und es war nur natürlich, dass Valentino früh Motorradfahren lernte." Trotzdem war die Schule in der Kindheit und der Jugend der Mutter wichtig.
"Für mich war wichtig, dass das Fahren nicht auf Kosten der Schule geht. Aber zum Glück hatte er immer die richtige Einstellung." Obwohl Rossi keine richtige Ausbildung abgeschlossen hat, wurde er dennoch zum Ehrendoktor ernannt.
"Valentino hat 2005 ein Diplom an der Universität Urbino für seine außergewöhnlichen Kommunikationsfähigkeiten bekommen. Damit hat er mich und seinen Vater sehr glücklich gemacht und mir auch noch diesen Traum erfüllt."
Palmas zweiter Sohn Luca Mamorini ist ebenfalls schon auf Motorrädern unterwegs. Dem Youngster wird viel Talent nachgesagt. "Mich hat das Ganze schon überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass auch Luca ein solches Fahrtalent ist. Er war vier Jahre alt. Wir waren in Cattolica, und ich habe gedacht, er soll etwas Spaß haben und es auf der Minibikebahn probieren."
"Doch gleich beim ersten Aufsitzen wurde für jeden klar, dass auch Luca talentiert ist. Ich habe immer gedacht und denke auch heute noch so, dass Sport sehr wichtig ist für Kinder. Weil sie dort lernen, Regeln einzuhalten. Im Leben müssen wir uns ja auch Tag für Tag an Regeln halten. Und der Sport bereitet uns bestens darauf vor."
"Bei Luca halte ich es auch für wichtig, dass er, wenn er dieses Jahr 14 wird und auf der Strasse Roller fahren darf, bereits gelernt hat, ordentlich zu fahren. Ich bin mir auch sicher, dass er nie ohne Helm und Schutzkleidung fahren wird, nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf der Strasse. Wissen Sie, mich beschäftigt die Frage des sicheren Motorradfahrens auf unseren Strassen sehr."

Rossi testet seine Fitness in Mugello

Für Valentino Rossi naht der Moment der Wahrheit. Der frischgebackene Ducati-Pilot kann es offenbar gar nicht mehr erwarten, zu testen, ob er nach seiner Schulterverletzung schon wieder fit ist. Aus diesem Grund probierte der "Doktor" heute laut 'motogp.com' eine Ducati 1198 aus. In der kommenden Woche steigt dann der erste MotoGP-Test der Saison in Sepang.



Rossi: "Die Schulter schmerzt noch immer"

Ducati-Fahrer Valentino Rossi unternahm in Misano eine Probefahrt auf einem Superbike, um seine Form zu testen - Die Verletzung ist noch nicht abgeklungen.


Die gute Nachricht zuerst: Valentino Rossi absolvierte am Mittwoch einen Testtag auf einem Ducati-Superbike und legte im italienischen Misano 25 Proberunden zurück. Der Haken daran: Der "Doktor" wollte seine Schulter auf die Probe stellen - und diese ist den Belastungen beim Motorradfahren wohl noch immer nicht vollkommen gewachsen. Nun hofft Rossi auf eine rasche Genesung bis Februar.

"Zunächst einmal muss ich mich bei Filippo Preziosi und Ducati für die Ausrichtung dieser Testfahrten bedanken", sagt der MotoGP-Routinier. "Die Streckenbetreiber von Misano ließen uns fahren, weil auch Mattia (Pasini) geplant hatte, seine Gesundheit auf dem Kurs zu überprüfen. Die Tests bestätigten mehr oder weniger, was wir erwartet hatten", gesteht Rossi.
"Die Schulter schmerzt noch immer - speziell auf der Bremse. Es tut an den Stellen weh, wo sie die Sehnen genäht haben", erläutert der Ducati-Neuzugang. "Bewegen kann ich die Schulter und auch unsere Ausdauer ist nicht so schlecht. Abgesehen davon sind die Schmerzen doch recht groß und richtig stark ist die Schulter noch nicht. Hoffen wir einfach, dass sich das bald bessert", sagt Rossi.
Zu den MotoGP-Testfahrten in Malaysia, die im Februar beginnen, will der Italiener wieder fit sein. "Wir wollen an meiner Sitzposition arbeiten, um die Situation bestmöglich zu nutzen, und wichtige Informationen über die Desmosedici sammeln - auch wenn ich nicht in Topform bin", meint Rossi und merkt an: "Das 1198-Superbike von heute ist ein historisches Ducati-Bike: schön und schnell. Toll!"

Mittwoch, 19. Januar 2011

Neue Ducati für Valentino Rossi vorgestellt

Ducati hat die Desmosedici GP11 für Valentino Rossi präsentiert - Hauptsächlich am Motor gibt es zahlreiche Verbesserungen

Im Skiressort Madonna di Campiglio wurde die neue Ducati für Valentino Rossi präsentiert. Die italienische Traditionsfirma zeigte erstmals die Desmosedici GP11, mit der der neunfache Weltmeister um Siege kämpfen soll. Als Rossi erstmals im vergangenen November auf die Ducati gestiegen ist, war sie komplett in schwarz gehalten. Eine der auffälligsten Neuheiten sind die kleinen Flügel an den beiden Seiten der Verkleidung.
Viele Verbesserungen sind mit dem bloßen Auge aber nicht sichtbar, wie Ingenieur Filippo Preziosi sagt: "Die größten Veränderungen wurden beim Motor vorgenommen. Innerhalb und um das Aggregat herum gibt es eine Evolution. Unser Ziel war ein besserer Verlauf der Drehmomentkurve. Das Intervall zwischen dem maximalen Drehmoment und der Kraft wurde ausgedehnt. Es wird also breiter sein als in der Vergangenheit."
Ein neues Chassis wurde ebenfalls vorgestellt, um die chronischen Probleme mit der Front auszumerzen. Dazu werden bei den Tests Anfang Februar in Malaysia neue Vordergabeln von Öhlins probiert. An der Elektronik wurde ebenfall gefeilt. Verbesserungen beim Anti-Wheelie-System und der Traktionskontrolle wurden dabei erzielt.
Preziosi ergänzt: "Statt den Luftwiderstand zu senken, lag das Ziel dabei, den maximalen Speed zu verbessern und den Benzinverbrauch zu reduzieren. Beim Chassis haben wir eine andere Steifigkeit und Verwindung. Die Schwinge hat ebenfalls eine andere Steifigkeit. Für Sepang arbeiten wir an einer neuen Vordergabel, die an die Federung für 2011 angepasst ist."

Die Luftleitbleche sind ein aerodynamisches Hilfsmittel, mit dem schon in der vergangenen Saison experimentiert wurde. Sie sollen beim Beschleunigen mithelfen, das Vorderrad am Boden zu halten. "Wir wollten das Abheben des Vorderreifens so weit wie möglich reduzieren, damit man Gas geben kann, ohne dass die Front in die Luft geht."
Bereits nächste Woche wird die GP11 in Jerez die ersten Runden drehen. Die beiden Testfahrer Vittoriano Guareschi und Franco Battaini werden im Einsatz sein. Rossi und Nicky Hayden werden erstmals am 1. Februar in Sepang Bekanntschaft mit ihrem neuen Einsatzgefährt machen.

Montag, 10. Januar 2011

Valentino Rossi - Teststart am 2. Februar

Am zweiten Tag der Sepang-Tests wird Rossi erstmals 2011 auf der Ducati sitzen - auch Lorenzo und die drei Honda-Asse sind als Gradmesser dabei.


 Viel wurde zuletzt über den Gesundheitszustand von Valentino Rossi berichtet. Der Italiener sei nicht fit, hieß es - er müsse sich bei den Testfahrten schonen, was wiederum der Entwicklung seiner neuen Ducati nicht gerade zuträglich sei. Geplant ist nun, dass der neunfache Champion, der nach dem Valencia-Test an der Schulter operiert wurde, am zweiten Tag des Tests in Sepang auf die Strecke gehen wird. Beim Auftakt am 1. Februar wird der Testfahrer die Desmosedici GP11 steuern - das berichtet 'motograndprix.it'.
Rossi wird beim Test auch auf seinen ehemaligen Teamkollegen, Weltmeister Jorge Lorenzo, und die Honda-Mannschaft treffen, die gleich mit drei Motorrädern ausrückt. Am Steuer wird neben den bisherigen Piloten Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso auch der Weltmeister von 2007, Casey Stoner, sein.

Die MotoGP-Piloten werden Ende Februar (22.-24.) an den Kurs in Malaysia zurückkehren, der letzte Test vor dem Saisonstart wird wie gewohnt von 13. bis 14. März in Katar stattfinden. Bis dann haben Rossi und Ducati Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen.

Sonntag, 2. Januar 2011

Ducati möchte keine Yamaha - Kopie bauen

Keine Krisenstimmung bei Ducati: Die Zusammenarbeit mit Valentino Rossi solle fruchtbar sein, die bisherige Basis aber sei gut und brauchbar.


Die Traumehe zwischen Valentino Rossi und Ducati ist noch jung, die ersten Testkilometer wurden gerade erst zurückgelegt. Alle Parteien und auch externe Beobachter gehen davon aus, dass Erfolge nicht sofort eintreten werden. Vielmehr werde die Annäherung aneinander über die Zeit passieren. Jedenfalls möchte Ducati nicht darauf zurückgreifen, Rossis Yamaha-Motorrad aus dem Vorjahr zu kopieren, um auf die Erfolgsspur zu finden.
Ducati-Teamchef Vittoriano Guareschi sieht hinsichtlich der Ausrichtung der eigenen Bemühungen seitens Rossi und dessen Langzeitingenieur Jeremy Burgess keine entsprechenden Signale. "Sie finden sich gut ein und mögen nach Jahren der Arbeit mit Japanern unsere handwerkliche Seele", erklärte er in der 'Gazzetta dello Sport'.
"Jeremy hat mich beruhigt, denn es besteht allgemein die Einigkeit, dass wir nur unser Motorrad verbessern müssen, nicht aber in eine Yamaha-Kopie verwandeln", so Guareschi weiter. Die schwachen Rossi-Zeiten bei den Tests in Valencia beunruhigen auch nicht zusätzlich, denn die Schulterverletzung sei zu diesem Zeitpunkt längst nicht verheilt gewesen.
"Die Rundenzeiten waren nicht sehr ermutigend, aber als wir gesehen haben, in welchem Zustand seine Schulter war, fühlten wir uns bestärkt", fuhr er fort. "Unser Motorrad muss kraftvoll gefahren werden - und er hatte in Valencia nicht sehr viel Kraft." Erste Ideen von Rossi seien aber bereits für die Arbeiten für 2011 eingeflossen.
Um wieder auf die Erfolgspur zu kommen, wurden auch die Vorgänge beim Designprozess umgestaltet. "Wir haben versucht Bedingungen zu erschaffen, unter denen wir so schnell es geht die Teile designen können, die unser Motorrad besser machen", so Ducatis Sportchef Filippo Preziosi in der 'Motosprint'. Man habe sich zudem bisher nur auf die wichtigen Aspekte konzentriert.
"Die Verpflichtung von Valentino bringt uns nicht nur einen sehr schnellen Fahrer, sondern auch einen, der uns Anzeichen für die Entwicklung des Motorrads geben kann", fuhr er fort. "Aus dieser immensen Bereicherung für das Unternehmen müssen wir das Bestmögliche machen."