Sonntag, 6. Februar 2011

Rossi: "Die Schulter schmerzt noch immer"

Ducati-Fahrer Valentino Rossi unternahm in Misano eine Probefahrt auf einem Superbike, um seine Form zu testen - Die Verletzung ist noch nicht abgeklungen.


Die gute Nachricht zuerst: Valentino Rossi absolvierte am Mittwoch einen Testtag auf einem Ducati-Superbike und legte im italienischen Misano 25 Proberunden zurück. Der Haken daran: Der "Doktor" wollte seine Schulter auf die Probe stellen - und diese ist den Belastungen beim Motorradfahren wohl noch immer nicht vollkommen gewachsen. Nun hofft Rossi auf eine rasche Genesung bis Februar.

"Zunächst einmal muss ich mich bei Filippo Preziosi und Ducati für die Ausrichtung dieser Testfahrten bedanken", sagt der MotoGP-Routinier. "Die Streckenbetreiber von Misano ließen uns fahren, weil auch Mattia (Pasini) geplant hatte, seine Gesundheit auf dem Kurs zu überprüfen. Die Tests bestätigten mehr oder weniger, was wir erwartet hatten", gesteht Rossi.
"Die Schulter schmerzt noch immer - speziell auf der Bremse. Es tut an den Stellen weh, wo sie die Sehnen genäht haben", erläutert der Ducati-Neuzugang. "Bewegen kann ich die Schulter und auch unsere Ausdauer ist nicht so schlecht. Abgesehen davon sind die Schmerzen doch recht groß und richtig stark ist die Schulter noch nicht. Hoffen wir einfach, dass sich das bald bessert", sagt Rossi.
Zu den MotoGP-Testfahrten in Malaysia, die im Februar beginnen, will der Italiener wieder fit sein. "Wir wollen an meiner Sitzposition arbeiten, um die Situation bestmöglich zu nutzen, und wichtige Informationen über die Desmosedici sammeln - auch wenn ich nicht in Topform bin", meint Rossi und merkt an: "Das 1198-Superbike von heute ist ein historisches Ducati-Bike: schön und schnell. Toll!"

Mittwoch, 19. Januar 2011

Neue Ducati für Valentino Rossi vorgestellt

Ducati hat die Desmosedici GP11 für Valentino Rossi präsentiert - Hauptsächlich am Motor gibt es zahlreiche Verbesserungen

Im Skiressort Madonna di Campiglio wurde die neue Ducati für Valentino Rossi präsentiert. Die italienische Traditionsfirma zeigte erstmals die Desmosedici GP11, mit der der neunfache Weltmeister um Siege kämpfen soll. Als Rossi erstmals im vergangenen November auf die Ducati gestiegen ist, war sie komplett in schwarz gehalten. Eine der auffälligsten Neuheiten sind die kleinen Flügel an den beiden Seiten der Verkleidung.
Viele Verbesserungen sind mit dem bloßen Auge aber nicht sichtbar, wie Ingenieur Filippo Preziosi sagt: "Die größten Veränderungen wurden beim Motor vorgenommen. Innerhalb und um das Aggregat herum gibt es eine Evolution. Unser Ziel war ein besserer Verlauf der Drehmomentkurve. Das Intervall zwischen dem maximalen Drehmoment und der Kraft wurde ausgedehnt. Es wird also breiter sein als in der Vergangenheit."
Ein neues Chassis wurde ebenfalls vorgestellt, um die chronischen Probleme mit der Front auszumerzen. Dazu werden bei den Tests Anfang Februar in Malaysia neue Vordergabeln von Öhlins probiert. An der Elektronik wurde ebenfall gefeilt. Verbesserungen beim Anti-Wheelie-System und der Traktionskontrolle wurden dabei erzielt.
Preziosi ergänzt: "Statt den Luftwiderstand zu senken, lag das Ziel dabei, den maximalen Speed zu verbessern und den Benzinverbrauch zu reduzieren. Beim Chassis haben wir eine andere Steifigkeit und Verwindung. Die Schwinge hat ebenfalls eine andere Steifigkeit. Für Sepang arbeiten wir an einer neuen Vordergabel, die an die Federung für 2011 angepasst ist."

Die Luftleitbleche sind ein aerodynamisches Hilfsmittel, mit dem schon in der vergangenen Saison experimentiert wurde. Sie sollen beim Beschleunigen mithelfen, das Vorderrad am Boden zu halten. "Wir wollten das Abheben des Vorderreifens so weit wie möglich reduzieren, damit man Gas geben kann, ohne dass die Front in die Luft geht."
Bereits nächste Woche wird die GP11 in Jerez die ersten Runden drehen. Die beiden Testfahrer Vittoriano Guareschi und Franco Battaini werden im Einsatz sein. Rossi und Nicky Hayden werden erstmals am 1. Februar in Sepang Bekanntschaft mit ihrem neuen Einsatzgefährt machen.

Montag, 10. Januar 2011

Valentino Rossi - Teststart am 2. Februar

Am zweiten Tag der Sepang-Tests wird Rossi erstmals 2011 auf der Ducati sitzen - auch Lorenzo und die drei Honda-Asse sind als Gradmesser dabei.


 Viel wurde zuletzt über den Gesundheitszustand von Valentino Rossi berichtet. Der Italiener sei nicht fit, hieß es - er müsse sich bei den Testfahrten schonen, was wiederum der Entwicklung seiner neuen Ducati nicht gerade zuträglich sei. Geplant ist nun, dass der neunfache Champion, der nach dem Valencia-Test an der Schulter operiert wurde, am zweiten Tag des Tests in Sepang auf die Strecke gehen wird. Beim Auftakt am 1. Februar wird der Testfahrer die Desmosedici GP11 steuern - das berichtet 'motograndprix.it'.
Rossi wird beim Test auch auf seinen ehemaligen Teamkollegen, Weltmeister Jorge Lorenzo, und die Honda-Mannschaft treffen, die gleich mit drei Motorrädern ausrückt. Am Steuer wird neben den bisherigen Piloten Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso auch der Weltmeister von 2007, Casey Stoner, sein.

Die MotoGP-Piloten werden Ende Februar (22.-24.) an den Kurs in Malaysia zurückkehren, der letzte Test vor dem Saisonstart wird wie gewohnt von 13. bis 14. März in Katar stattfinden. Bis dann haben Rossi und Ducati Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen.

Sonntag, 2. Januar 2011

Ducati möchte keine Yamaha - Kopie bauen

Keine Krisenstimmung bei Ducati: Die Zusammenarbeit mit Valentino Rossi solle fruchtbar sein, die bisherige Basis aber sei gut und brauchbar.


Die Traumehe zwischen Valentino Rossi und Ducati ist noch jung, die ersten Testkilometer wurden gerade erst zurückgelegt. Alle Parteien und auch externe Beobachter gehen davon aus, dass Erfolge nicht sofort eintreten werden. Vielmehr werde die Annäherung aneinander über die Zeit passieren. Jedenfalls möchte Ducati nicht darauf zurückgreifen, Rossis Yamaha-Motorrad aus dem Vorjahr zu kopieren, um auf die Erfolgsspur zu finden.
Ducati-Teamchef Vittoriano Guareschi sieht hinsichtlich der Ausrichtung der eigenen Bemühungen seitens Rossi und dessen Langzeitingenieur Jeremy Burgess keine entsprechenden Signale. "Sie finden sich gut ein und mögen nach Jahren der Arbeit mit Japanern unsere handwerkliche Seele", erklärte er in der 'Gazzetta dello Sport'.
"Jeremy hat mich beruhigt, denn es besteht allgemein die Einigkeit, dass wir nur unser Motorrad verbessern müssen, nicht aber in eine Yamaha-Kopie verwandeln", so Guareschi weiter. Die schwachen Rossi-Zeiten bei den Tests in Valencia beunruhigen auch nicht zusätzlich, denn die Schulterverletzung sei zu diesem Zeitpunkt längst nicht verheilt gewesen.
"Die Rundenzeiten waren nicht sehr ermutigend, aber als wir gesehen haben, in welchem Zustand seine Schulter war, fühlten wir uns bestärkt", fuhr er fort. "Unser Motorrad muss kraftvoll gefahren werden - und er hatte in Valencia nicht sehr viel Kraft." Erste Ideen von Rossi seien aber bereits für die Arbeiten für 2011 eingeflossen.
Um wieder auf die Erfolgspur zu kommen, wurden auch die Vorgänge beim Designprozess umgestaltet. "Wir haben versucht Bedingungen zu erschaffen, unter denen wir so schnell es geht die Teile designen können, die unser Motorrad besser machen", so Ducatis Sportchef Filippo Preziosi in der 'Motosprint'. Man habe sich zudem bisher nur auf die wichtigen Aspekte konzentriert.
"Die Verpflichtung von Valentino bringt uns nicht nur einen sehr schnellen Fahrer, sondern auch einen, der uns Anzeichen für die Entwicklung des Motorrads geben kann", fuhr er fort. "Aus dieser immensen Bereicherung für das Unternehmen müssen wir das Bestmögliche machen."

Montag, 27. Dezember 2010

Alarm bei Ducati: Sorgen um Rossis Fitness

Ducati-Sportchef Preziosi geht mit Sorgen in die Saison 2011: Muss man Rossi bei den Tests bremsen, damit er das Jahr ohne Einbruch übersteht?


Muss MotoGP-Superstar Valentino Rossi nach der Saison 2010 auch das Jahr 2011 abhaken? Nicht auszuschließen, denn nach dem missglückten Testdebüt mit Ducati, als er weit zurücklag, bereitet nun seine Fitness Grund zur Sorge. Der Dominator des vergangenen Jahrzehnts musste sich nach dem Test im November nun erneut an der Schulter operieren lassen.
Ducati-Sportchef Filippo Preziosi bestätigte nun gegenüber 'Motosprint', dass Rossi vermutlich auch beim MotoGP-Testauftakt 2011 in Sepang nicht fit sein wird. "Derzeit ist die Sache, die mir Sorgen bereitet, nicht technischer Natur", stellt Preziosi klar. "Ich kann es nicht sagen, wann er in einem physischen Zustand sein wird, in dem er auf der Strecke Druck machen kann."

Rossis Zwickmühle

Von einem medizinischen Standpunkt würde Rossi in Sepang durchaus gesund sein, "doch physisch muss er noch einen großen Rückstand aufholen. Zudem wird er nicht entspannt aus dem Winter zurückkommen, sondern muss jetzt trainieren, um aufzuholen." Laut Preziosi könnte sich das im Laufe der Saison negativ auswirken: "Valentino wird sich nicht ausrasten können, dabei ist es für Fahrer auf diesem Level wichtig, einmal den Stecker rauszuziehen."
Auch bei den Testfahrten könnte sich Rossi dadurch in einer Zwickmühle befinden: Einerseits sollte er sich schonen, andererseits benötigt er jeden Kilometer, um sich an sein neues Arbeitsgerät, die Ducati Desmosedici, zu gewöhnen. Und dann wäre da noch der Kurs in Malaysia, wie der Ducati-Sportchef anmerkt: "Wir müssen aufpassen, dass er nicht zu viel fährt. Die Temperaturen sind sehr hoch in Sepang und die Bedingungen sind extrem."

Einbruch wegen mangelnder Fitness droht

Daher müsse man im Notfall auch auf ein volles Testprogramm verzichten: "Ich will es nicht riskieren, dass Valentino bei den Rennen nicht hundert Prozent geben kann, weil ihn die Testfahrten zu sehr ermüdet haben. Wir müssen seine Energien im Winter sichern." Notfalls müsse man den ehrgeizigen Italiener auch dazu zwingen, weniger zu fahren: "Es ist klar, dass wir ihn zurückhalten müssen, denn er will das Motorrad sicher so weit wie möglich verstehen und entwickeln. Dafür wird er sicher viel fahren wollen."
Aus diesem Grund werden die Testfahrten für Ducati mit Sicherheit auch eine psychologische Herausforderung. "Wir werden die Rundenzeiten-Tabelle sicher nicht anführen", vermutet Preziosi. "Wir müssen aber verhindern, dass uns das beeinflusst. Wir müssen an die Rennen denken." Dass man mit Rossi arbeitet, könnte aber diesbezüglich ein Vorteil sein: "Glücklicherweise ist er mental extrem stark, also wird er in einer starken psychologischen Verfassung zu den Rennen kommen."

Cortese wechselt in sächsisches Team

Sandro Cortese hat für die neue WM-Saison ein neues Team gefunden. Er startet künftig für das sächsische "Racing Team Germany" des früheren WM-Piloten Dirk Heidolf. Cortese pilotiert nach Angaben des Teams in der 125-ccm-Klasse eine Werks-Aprilia, die bislang der Spanier Pol Espargaro fuhr.


In den vergangenen beiden Jahren war Cortese für den finnischen Teamchef Aki Ajo auf einer Derbi unterwegs. Sein Team-Kollege Marc Marquez (Spanien) war in diesem Jahr Weltmeister geworden.Cortese hatte eine unterschiedliche Behandlung im Team beklagt und gefordert, in einer neuen Mannschaft Nummer 1-Fahrer zu sein. Das wird nun bei den Sachsen erfüllt.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rossi: Fäden gezogen, Reha geht weiter

Zwei Wochen nach seiner Schulter-Operation war Valentino Rossi wieder im Krankenhaus - Das Aufbautraining soll Mitte Dezember beginnen.


Unmittelbar nach den MotoGP-Testfahrten in Valencia Anfang November unterzog sich Valentino Rossi in seiner italienischen Heimat einer Operation an jener Schulter, an der er sich bereits im April dieses Jahres bei einem Motocross-Unfall verletzt hatte. Zwei Wochen später suchte Rossi erneut das Krankenhaus in Cattolica auf, um sich von Doktor Guiseppe Porcellini die Fäden ziehen zu lassen, welche die Wunde nach der Operation zusammenhielten.
"Die Schulter verbessert sich'", sagte Rossi anschließend. "Im Fitnessstudio kann ich ab jetzt alle Körperteile und Muskeln trainieren, die nichts mit der Schulter zu tun haben, um nicht an Mobilität zu verlieren. In etwa zwei Wochen werde ich dann aktiv mit der Reha beginnen, um für die drei Testtage im Februar bereit zu sein."
Die ersten Testfahrten der MotoGP im neuen Jahr finden vom 1. bis 3. Februar in Sepang statt. Bis dahin wird Rossi Übungen im Schwimmbad und später dann im Fitnessstudio aktiv auf eine schnellere Genesung der operierten Schulter hinarbeiten. "Die Zeit ist knapp", weiß der Ducati-Neuzugang. "Aber ich denke, dass ich am 2. und 3. Februar auf der Ducati schon ziemlich gut in Form sein werde."